Lange bevor der Begriff Computer für das Stand, was wir heute damit verbinden, stand dieser Begriff für einen Rechenknecht. Dieser Begriff kommt sogar noch aus einer Zeit vor der industriellen Revolution. Während der industriellen Revolution wurden erste teils elektronisch, teils mechanisch arbeitende Rechenmaschinen gebaut. Diese Rechenmaschinen waren die Grundlage für die modernen Computer, da der Mensch den Sinn für ihre Entwicklung darin sah, nicht mehr nur von der menschlichen Gehirnleistung abhängig zu sein. Bis zu dieser Zeit waren selbst die kompliziertesten Rechenaufgaben von Spezialisten ohne technische Hilfsmittel ausgerechnet worden. Da diese Methode jedoch sehr anfällig für Fehler war, vergrößerte sich der Ruf nach einer für Fehler unanfälligen mechanischen Rechenmaschine. Dieses Verlangen passte sehr gut in die Zeit der industriellen Revolution, da in dieser Zeit versucht wurde, fast jede Tätigkeit zu mechanisieren. So wurden in dieser Zeit bis zum Anfang der 1930er viele verschiedene Rechenmaschienen gebaut, die die unterschiedlichsten und abstraktesten Grundlagen, wie z.B. die Mechanik der Webstühle hatten. Der Nachteil dieser Maschinen war jedoch, dass sie sehr Wartungsaufwändig und außerdem auch sehr fehleranfällig waren. Außerdem waren sie auch nicht sehr universell einsetzbar, sondern nur auf mathematische Phänomäne oder die Grundrechenarten anwendbar.
Der erste Computer nach heutigem Verständnis wurde Mitte der 30-er Jahrern von der Firma IBM entwickelt. Dieser "Computer" , der IBM 601, war eine Lochkartenmaschine, welche einfache Multiplikationen ausführen konnte. Als der Vater des Computers gilt aber Konrad Zuse, der 1939 mit seiner Z1 die erste programmierbare Rechenmaschine baute. Diese hatte jedoch nur etwa die Leistung eines gewöhnlichen Taschenrechners heute .
Doch schon mehr als 100 Jahre zuvor, um 1820 kam der Engländer Babbage auf die Idee, dass man mit Dampfmaschinen,Lochkarten und einem bestimmten System Rechenarbeiten vereinfachen konnte. Allerdings war seine Freundin Eyda Lovelace die Erste, die das Potential des Computers erfasste. Da aus technischen und finanziellen Gründen ein solcher Computer zu dieser Zeit noch nicht gebaut werden konnte, schrieb Eyda ihre Ideen auf und entwickelte Lochkarten. Dadurch als erste bekannte Programmiererin in die Geschichte ein.
1945 gelang es den beiden Schülern der Moor School, John Mauchly und John Eckert, ENIAC, eine völlig neue Art des Computers zu bauen. Er konnte durch Verwendung von 18000 Elektroröhren mehrere Aufgaben bewältigen, da die vorrausgegangenen Exemplare nur für eine Rechnung auf einmal programiert waren. Doch ENIAC war sehr umständlich, denn um ihn umzuprogrammieren, mussten 6000 Schalter ohne Hilfe von Anleitungen neu eingestellt werden.
Durch Fortschritte bei der Speicherkartentechnik, die Erfindung des Transistors und der Miniaturisierung in integrierten Schaltkreisen wurden Computer immer leistungsfähiger. Die Anregung zur Verkleinerung des Computers gab die Raumfahrt. 1959 waren zwar schon Chips erfunden, doch sie waren ein kommerzieller Flop. Erst als 2 Jahre später die Russen den ersten Flug ins All wagten, wurden die Amerikaner darauf aufmerksam, da durch die Chips kleine Computer gebaut werden konnten, die ganze Raumschiffe steuerten. Für große Computer, die noch ca. eine Tonne wogen, war im kleinen Raumschiff kein Platz.
Durch den Erfolg des Fluges zum Mond wurden auch die kleinen Computer populär, die Dank integrierter Schaltkreisen in Massen hergestellt werden konnten.
1960 gab es dann die erste Computergraphik. Kurze Zeit später wurde die Maus von Doug Engelbart entwickelt. Diesen Ereignissen folgten weitere Schritte, die dem Computer zu seiner heutigen Beliebtheit führten.
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